Der Deutsche Schäferhund

Während ich die Homepage bearbeite, liegen meine beiden “Haus”-Hündinnen Elsa und Amelie lang ausgestreckt neben meinem Schreibtisch. Sie verbreiten eine Atmosphäre voller Entspanntheit und Ruhe (Lotta liegt vermutlich im Wohnzimmer auf dem Sofa). ABER: kaum quietscht das Gartentörchen ist es mit der Ruhe vorbei - bevor der Besucher überhaupt klingelt, beginnt ein Wettlauf zur Haustür, untermalt von lautem Gebell. Und wehe den Gegenständen oder Kindern, welche im Weg stehen...

Wachsamkeit und ein gewisser Schutzinstinkt ist unseren Schäferhunden trotz nervlicher Ausgeglichenheit inne.

Und deshalb tut Ehrlichkeit not:

Der Deutsche Schäferhund ist nicht ohne besondere Mühe zu führen. Wichtig ist die Erziehung im Welpenalter - kleine Problemchen müssen gleich ausgemerzt werden, sonst werden sie später zu großen Problemen. Kein Schäferhund erzieht sich von selber, hier sind viel Zeit (es reicht keine halbe Stunde am Tag!!) und Nerven gefragt. Dabei ist ein gerechter aber konsequenter Umgang angesagt. Das Durchstehen mancher Erziehungsprobleme wird Hund und Herr zusammenschweißen; wir haben einen echten Kameraden, der mit uns durch dick und dünn geht!

Unsere Hunde entstammen der Leistungslinie des DSH. Sie sind zwar auch hervorragende Familienhunde, geben sich aber nicht mit dem “normalen” Maß an Beschäftigung zufrieden; sie sind seelisch und körperlich unzufrieden, wenn sie nicht ihrer Arbeit (VPG-Sport, Agility, Fährtenarbeit, Obedience, Training bei den Rettungshunden, ausgedehnte Wanderungen, o.ä.) nachgehen dürfen. Fehlt diesen Hunden eine Aufgabe, sind Verhaltensprobleme vorprogrammiert.

Schade, dass immer mehr Menschen den Schutzhundesport als nicht mehr zeitgemäß ansehen. Verantwortungsvoll aufgebaute und nervenstarke Schutzhunde werden wir in Beißstatistiken nämlich vergeblich suchen!

In Zeiten, in denen Kriminalität und Selbstjustiz die Tageszeitungen füllen, geben uns unsere Schäferhunde ein starkes Gefühl der Sicherheit.

Wir geben unsere Welpen ausschliesslich in hundeerfahrene Hände ab. Sie müssen kein Hundesportler sein, Voraussetzung ist aber, dass Sie sich viel mit dem Hund beschäftigen und ihm eine konsequente und anlagengerechte Erziehung bieten werden.

Sie sollten daran denken: ein Schäfi-Welpe ist nur kurze Zeit ein süßes Fell-Kind, hernach kann es vorübergehend (im Flegelalter) zum Monster mutieren: Es wird sich bei ungenügender Beschäftigung über Sofakissen, Schuhe, o.ä. hermachen oder den Garten umgestalten. Sie sollten sich tatsächlich darüber im Klaren sein, dass dieses im Moment so niedlich aussehende Fell-Bündel lebenslang Körperkontakt suchen, Dreck vom Spaziergang oder Hundeplatz mitbringen und Unmengen an Haaren verlieren wird.

Möchten Sie sich trotz allem in das Abenteuer Schäferhunde-Besitzer stürzen oder haben Sie vielleicht bereits Hundeerfahrung , dann werden wir Ihnen gerne eins unserer Hundekinder anvertrauen.

Wenn es auch mit einigem Verzicht verbunden ist: Ein (Schäfer)Hund gibt einem viel mehr, als ich je in der Lage wäre hier niederzuschreiben.

Ich kann mit ruhigem Gewissen schreiben, dass ich dies regelmäßig von all unseren Welpenkäufern in Schriftform oder bei einem Telefongespräch erfahren darf.

 

Reine Zwingerhaltung lehnen wir ab. Ideal ist in unseren Augen eine Gemischthaltung: Zwinger, wenn Herrchen oder die Familie nicht daheim ist, um unangenehme Überraschungen bei der Heimkehr zu vermeiden und stundenweiser , bzw. nächtlicher Aufenthalt bei Herrchen oder der Familie im Haus.